Premiere: 27.03.2026, 19:00 Uhr
HTTP451
Ein Wikipedia Adventure
Was verschwindet, wenn niemand hinsieht? Mit »HTTP 451« entwirft das Grazer Kollektiv »Das Planetenparty Prinzip« ein dystopisches Spielformat über das langsame Verschwinden des freien Internets. Als interaktives Textadventure führt die Performance durch ein Netz, das zunehmend vergessen, eingeschränkt und manipuliert ist. Inhalte sind nicht mehr auffindbar, rechtlich gesperrt, gelöscht oder verschlossen – Fehlercodes wie 404, 410 oder 451 werden zum dramaturgischen Motor einer kollektiven Erfahrung.
Die Arbeit ist Teil von World Wide Wiki.
Eine Kooperation zwischen Schauspielhaus Graz, ARGEkultur Salzburg und Hau – Hebbel am Ufer Berlin.
World Wide Wiki
Was bleibt, wenn freies Wissen unter Druck gerät? »World Wide Wiki« präsentiert bei »DIGITHALIA« webbasierte künstlerische Recherchen aus einer ortsübergreifenden Kooperation zwischen Schauspielhaus Graz, ARGEkultur Salzburg und HAU-Hebbel am Ufer Berlin. Ausgangspunkt ist das 25-jährige Jubiläum der Wikipedia – Sinnbild für freies Wissen und zugleich für dessen Bedrohung durch KI-Nutzung, politische Angriffe und Zensur. Die Projekte untersuchen, wie gefährdetes Wissen bewahrt, geteilt oder zum Verschwinden gebracht wird und welche Rolle Theater dabei spielen kann.
Mit Arbeiten von eeefff, Gold Extra, Kronberger & Kronberger, Chinedum Muotto, Nina Vasilchenko, Planetenparty Prinzip und SOAP
Aufführungsorte
Im Rahmen von Digithalia – Festival für virtuelle Theaterformen Graz
Spieltermine
27.03.2026, 19:00 Uhr
Links zu den Arbeiten:
- HTTP 451 / Das Planetenparty Prinzip
- The Last Entry / SOAP ( Bettina Katja Lange, Uwe Brunner)
- Post-Reality /Nina Vasilchenko
- Add Your Spot / gold extra / Kronberger & Kronberger
- The Sankofa Protocol / Chinedum Muotto
- Tactical Forgetting / eeefff
Das Publikum wird Teil einer publikumsübergreifenden Rettungsaktion: Was noch existiert, muss gesichert, kopiert und archiviert werden, bevor auch der letzte Eintrag verschwindet. Doch schnell wird klar, dass es dabei um mehr geht als Datensicherung. »HTTP 451« stellt eine unbequeme Frage: Was ist überhaupt erhaltenswert? Alles? Nur bestimmte Inhalte? Die Idee eines freien Netzes? Die Wahrheit – oder auch ihre Verzerrungen und Lügen?
Spielerisch, humorvoll und zugleich hochpolitisch macht die Arbeit erfahrbar, wie Erinnerung, Wissen und Öffentlichkeit verhandelt werden, wenn digitale Räume brüchig werden. »HTTP 451« ist ein interaktiver Versuch über Verantwortung im digitalen Raum – und über die Notwendigkeit, aktiv zu werden, bevor das Verschwinden zur Normalität wird.
Mehr:
https://digithalia.buehnen-graz.com/programm-2026/world-wide-wiki/http-451/