Das Planetenparty Prinzip

Performance Kollektiv

Um die Sonne-Blog: Eintrag #4

Wir wollen ein Manifest erschaffen und es muss nicht alles was darin steht wahr sein. Wir wollen unsere eigenen Begriffe definieren. Die Gruppe braucht ihre eigenen Begriffe. Wir stehen vor dem leeren Blatt. Das Manifest ist unsere Verteidigung.

 

Eintrag #4 – Das Manifest wird Realität
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Es ist ein Dienstag, der 20.11.2018

Wir 9 Planeten und Helmut sitzen im Kreis.
Wir bekommen von Helmut eine Aufgabe.

Wir machen jetzt 14.40 bis 16.00 folgendes:

Die Gruppe entscheidet was bei der Aufführung gespielt wird.
Jeder soll sich eine Rolle geben und die Gruppe entscheidet welche Rolle Helmut an diesem Abend spielt.

Einstieg

Wir versuchen zu entscheiden was gespielt wird.
Wir versuchen uns vorzustellen wie der Abend ablaufen könnte.
Wir reden darüber wie man Kunst anschauen muss.
Wir würden gern gemeinsam etwas großartiges schaffen.
Wir wollen nicht so tun, als ob wir nur über uns berichten.
Wir müssen unsere Positionen finden.

Position finden

Wir reden über Qualität.

Dann überlegen wir wer wo steht, sitzt, spielt…

Wir wissen es noch nicht. Das Bild ist noch zu schwammig.
Die Live Performance ist ein schwammiges Experiment.
Wir stellen uns vor wie die Videos im Raum positioniert sind.
Wo im Raum sieht man die Videos?
Wir reden darüber vor den Videos zu stehen und dann wieder überall im Raum verteilt.
Wir finden uns manchmal im Raum zu einer Gruppe zusammen. Möglicherweise zum Teetrinken.

 

Wir stellen fest

Die Videos allein können es nicht vermitteln und verständlich machen.
Unsere Videos stehen zwar für sich, jedoch wollen wir die Verknüpfungsmöglichkeiten zwischen Live Performance und Video ergründen.

Wir werden jeder einen Platz im Raum haben und jeder von uns wird Aufgaben zu erfüllen haben. Die Performance muss man wie ein Loch graben begreifen, es ist ein sich langsam Entblößen.

 

Wir finden gut

Dass bei jeder Vorstellung etwas neues entstehen kann, aufgrund des Prinzips der Assoziation.

Dass wir uns entblößen und die Dinge tun müssen die für uns als PerformerInnen eine Herausforderung sind.

Dass wir immer wieder als Individuen, aber auch als Gruppe wahrgenommen werden.

Dass wir Aufträge für anderer erfüllen.

 

Wir halten folgende Fragen fest

Ist das was wir machen genug?
Hat das was ich tue Auswirkungen auf mein Umfeld?
Wie wollen wir uns präsentieren?
Was ist das Thema?
Möglicherweise ist es das Thema, Stellung zu beziehen.

 

Die Planeten verfassen mehrere Manifeste

Wir wollen ein Manifest verfassen und es muss nicht alles darin steht wahr sein.
Wir wollen Begriffe definieren. Die Gruppe braucht ihre eigenen Begriffe.
Wir verfassen ein gemeinsames, sowie persönliche Manifeste.
Wir stehen vor dem leeren Blatt. Das Manifest ist unsere Verteidigung.

Unsere Regeln für das Verfassen eines persönlichen Manifests:

 

  1. Das Manifest steht im persönlichen Bezug zu dem Planeten.
  2. Das Manifest ergründet die Wertvorstellungen, sowie die persönliche Stellungnahme zur Lage der Welt, des Planeten.
  3. Das Manifest gestattet dem Planeten zu lügen.
  4. Das Manifest erlaubt Halbwahrheiten.
  5. Das Manifest darf den persönlichen Wünschen entsprechen.
  6. Das Manifest, soll der Text Form eines Manifests entsprechen.